Der Schlosspark

Natur geniessen und entspannen.

Südlich vom Schloss liegt der Garten. Auch er zeigt in sonderbarer Weise Verbindung älterer und jüngerer Zeit. Die sehr langen Mauern, welche den Garten im Viereck umschließen, sind sehr fest gebaut. An den beiden Ecken der Südseite besitzen sie heraustretende Ecken, die mit Schießscharten versehen sind. In einer derselben steht jetzt die verstümmelte des Kopfes beraubte Sandsteinfigur einer Flora von etwa 1700.

In 64 Nischen der Gartenmauer sind große Sandsteinbüsten, welche berühmte Männer und Frauen darstellen, aufgestellt. Sie sind mehr oder minder gut erhalten und 53 weisen verstümmelte Nasen auf. Darüber berichtet die mündliche Sage, daß ein Schloßfräulein allen denen, die sie nicht leiden konnte mittels eines Beiles die Nasen abhieb. In Wirklichkeit aber geschah dies im Jahre 1848. Geradezu wunderlich sind die Vertreter außereuropäischer Länder dargestellt. Die Büsten unter sich sind von verschiedenem Wert und müssen auch erst nach und nach entstanden sein. Die ältesten gehen noch auf die Bauzeit des Schlosses zurück, was etwa im Jahre 1670 stattfand.

Die anderen versetzen uns in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit nahm der Bildhauer Depont unter Carl Friedrich eine Reparatur und Ergänzung vor. Als Beispiel der Auswahl seien genannt Gustav Adolf, Bernhard der Große, Herzog Wilhelm von Weimar, August der Starke und Karl XII. Die beiden ersten sehr berühmten Feldherrn des Dreißigjährigen Krieges werden nur durch die Büste eines Fürsten v. Siebenbürgen von einander getrennt und haben ihren Platz in der Südmauer. Eine lange Mauer zieht sich etwas östlich vom Schloß und Garten entlang und schließt das ehemalige Kammergut ab.

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